Seit 50 Jahren an der Seite derer, die selbst gestalten.

Der Europaverband der Selbständigen Deutschland blickt auf eine lange Tradition zurück, die im Saarland ihren Ursprung nahm. Dort gründete der Einzelhändler Karl Kunrath im Jahr 1962 den Gewerbeverband des Saarlandes, um den Anliegen der Selbständigen und kleinen Unternehmen mehr Gehör zu verschaffen. Schnell wurde deutlich, dass die Interessen des selbständigen Mittelstands über regionale Grenzen hinausreichen. Kunrath knüpfte enge Kontakte zu Verbänden in Frankreich, Luxemburg und Belgien und trieb den Gedanken einer europäischen Zusammenarbeit voran.

Der europäische Gedanke wird Wirklichkeit

Aus dieser Entwicklung heraus entstand 1973 der deutsche Bundesverband unter dem Dach der Confédération Européenne des Indépendants. Der Verband trug damals den Namen „Europaverband der Selbständigen – CEDI / Bundesverband Deutschland – BVD e. V.“. Unter Kunraths Führung, die bis August 2001 andauerte, entwickelte sich der Bundesverband zu einer parteipolitisch unabhängigen und branchenübergreifenden Vertretung der Selbständigen in Deutschland, die über viele Jahre wuchs und an Bedeutung gewann.

Präsidialwechsel und Modernisierung

Nach Kunrath übernahm am 8. August 2001 Karl Philippi das Präsidentenamt, gefolgt von Rechtsanwalt Ralph Bärle, der am 14. Mai 2003 gewählt wurde. Am 31. Januar 2004 wurde schließlich Kuni Ludwig Both zum Präsidenten gewählt. Seine Amtszeit war geprägt von Modernisierungsschritten und einer Weiterentwicklung des Verbandsprofils. Ein wichtiger Meilenstein war dabei die strukturelle Neuausrichtung im Jahr 2009, in deren Folge der Verband seinen heutigen Namen Europaverband der Selbständigen Deutschland (ESD) e. V. erhielt. Der ESD stärkte damit auch seine Präsenz in Berlin und Brüssel und schärfte seinen politischen Auftrag.

Strukturelle Erneuerung und Kontinuität

Die folgenden Jahre waren von wichtigen Weichenstellungen geprägt. Veränderungen in der Verbands- und Kooperationslandschaft machten organisatorische Anpassungen notwendig. Der ESD nutzte diese Phase, um sich strukturell zu erneuern und gemeinsam mit seinen Mitgliedern die Grundlage für eine weiterhin starke Interessenvertretung zu legen. Bis zu seinem Tod im April 2023 führte Kuni Both den Verband mit großer Beharrlichkeit und trug maßgeblich dazu bei, dass der ESD auch in herausfordernden Zeiten ein verlässlicher Partner für seine Mitgliedsorganisationen blieb.

Neues Kapitel ab 2023

Mit der Wahl von Timo Lehberger zum Präsidenten am 25. September 2023 begann eine neue Phase der Verbandsentwicklung. Der ESD richtet den Blick verstärkt darauf, die Bedeutung unternehmerisch tätiger Menschen für Wohlstand, Beschäftigung und gesellschaftliche Stabilität deutlicher sichtbar zu machen. Der Verband engagiert sich dafür, dass Selbständige und kleine Unternehmen in der politischen Debatte angemessen berücksichtigt werden und gute Rahmenbedingungen für ihre wirtschaftliche Tätigkeit vorfinden.

Auftrag für die Zukunft

Der Europaverband der Selbständigen Deutschland verbindet damit seine Geschichte mit einem klaren Anspruch an die Zukunft. Er bleibt eine Stimme für diejenigen, die mit Mut und Einsatz wirtschaftliche Dynamik erzeugen, Verantwortung übernehmen und das Rückgrat des Mittelstands bilden – in Deutschland und in Europa.